Was gemacht werden kann wird gemacht

Sharepocalypse #54 – Das iPhone X ist anti-liberal und antidemokratisch. Google übermittelt Mastercard-Transaktionsdaten. Das EU-Parlament beschliesst: “Die ganze europäische Content-Industrie soll zugrunde gehen!”

Google übermittelt Mastercard-Transaktionsdaten an seine Online-Werbekunden

Im vergangenen Jahr konnten Werbekunden von Google prüfen, ob sich der Klick auf eine Online-Anzeige mit einem Offline-Kauf per Kreditkarte in einem US-Einzelhandelsgeschäft verknüpfen ließ. Dazu haben Google und Mastercard eine bislang geheim gehaltene Vereinbarung getroffen: Google kauft massenhaft Kreditkarten-Transaktionsdaten von Mastercard und korreliert sie mit den Klicks seiner Benutzer auf Online-Werbung. Darüber berichtet die Nachrichtenseite Bloomberg.

Schlimm genug, dass Google, eine Privatfirma, mehr oder weniger darüber bestimmt, was wir wissen dürfen. Dass die nun auch auf die ja immer schon besonders schützenswerten Bank-Transaktionsdaten zugreifen, ist der Gipfel. Anonymisiert oder nicht: die Daten sind ja auswertbar, sonst würden sie’s nicht machen, d.h. du wirst getrackt.
Rechtliche und politische Schritte sind unbedingt nötig.

EU-Urheberrechtsreform

EU-Staaten sprechen sich für Upload-Filter und Leistungsschutzrecht aus

Warum funktinieren die Filter-Infrastruktur nicht:
  • Uploadfilter würden für Urheberrechtsverletzungsverhinderung technisch nicht funktionieren
  • Die Filter würden aber prima für die Unterdrückung von unliebsamer Meinung dienen können
  • Die Filterinfrastruktur würde auch wunderbar den Sicherheitsbehördern in die Hände spielen. (“terroristische Inhalte erkennen und tracken”)
  • Die Innenminister der EU-Länder haben sich interessanterweise nach der Lesung im Juli mehrmals zusammengesetzt und ihre “Korrekturen” in den Entwurf eingebracht.

Anti-Terror Verordnung der EU

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Image Credit:
Programmcode: Markus Spiske
EU-Hamlet: srf.ch

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